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Herzliches Willkommen im Aufsichtsrat der FAS AG, Herr Prof. Dr. Edgar Löw!

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Diesen Montag fand unsere jährliche Hauptversammlung in unseren Geschäftsräumen am Rotebühlplatz in Stuttgart statt. Im diesem Rahmen wurde – wie bereits in meinem letzten Blog-Beitrag angekündigt – unser neuer Aufsichtsrat gewählt.

Neben den wiedergewählten Aufsichtsräten Michael Janssen und Prof. Dr. Wolfgang Blättchen, wurde auch Prof. Dr. Edgar Löw in den Aufsichtsrat der FAS AG gewählt.

Den Aufsichtsratsvorsitz übernimmt zukünftig Michael Janssen. Wir kennen Michael Janssen seit mehr als 15 Jahren noch aus unserer Zeit bei Arthur Andersen. Als Investor hat er sich bereits 2002 an der FAS AG beteiligt. Michael Janssen war während der Zeit des Neuen Marktes CFO eines Technologieunternehmens und ist aktuell als Start Up-Investor im Silicon Valley tätig.

Prof. Dr. Edgar Löw wird den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitz übernehmen. Nach seinem Studium der BWL und Promotion an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, begann er seine berufliche Laufbahn als Mitarbeiter in der Grundsatzabteilung Bilanzierung bei der Deutschen Bank. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Arthur Andersen, KPMG – wo er als Partner die Abteilung Department of Professional Practice Banking & Finance aufbaute und leitete – sowie Ernst & Young. Aktuell ist er Professor für Rechnungslegung mit Forschungsschwerpunkten in der Bankenrechnungslegung, dem Risikomanagement und der Steuerung von Banken sowie der nationalen und internationalen Bilanzierung an der Frankfurt School of Finance & Management, Honorarprofessor an der WHU in Vallendar sowie Autor einer Vielzahl von Fachpublikationen. Als Mitglied unter anderem im Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW), der Schmalenbach-Gesellschaft und dem Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee sowie im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) beschäftigt er sich mit komplexen Fragen der Rechnungslegung.

Derzeit ist es schwierig, einen aktuellen Beitrag ohne Bezug auf die Griechenlandkrise zu schreiben, führt man sich die potenziellen Auswirkungen eines Grexit vor Augen. Es ist aber auch schwierig, nicht von den aktuellen Ereignissen überholt zu werden. Dennoch sieht es derzeit so aus, als ob sich das Griechenlanddrama seinem Höhe- bzw. besser Tiefpunkt nähert und es zu einer endgültigen Entscheidung kommt. Wobei die endgültige Entscheidung eigentlich nur dann endgültig sein kann, wenn Griechenland aus dem Euro-Raum austritt. Traut man der Presse – die ihre Informationen von den Politikern erhält – so bereitet sich die Euro-Zone auf den Grexit vor. Aber wer weiß, vielleicht ist es auch lediglich Verhandlungstaktik gegenüber den griechischen Politikern, um mehr Druck aufzubauen? Es bleibt auf jeden Fall spannend. Bei aller Vorbereitung auf den Austritt kann nichts desto trotz eine Ansteckung auf die anderen PIGS-Staaten nicht ausgeschlossen werden. Hier fällt mir im Übrigen gerade auf, dass ich den Begriff der PIGS schon lange nicht mehr gelesen habe. Womöglich ist dies auch von der Politik beabsichtigt, um nicht Portugal, Italien und Spanien in den gleichen Topf wie Griechenland zu werfen. Wir erinnern uns jedenfalls mit Schrecken an die Auswirkungen der Lehman-Pleite und dem damaligen Irrglauben, dass keine Ansteckungsgefahr bestünde. Die Folgen sind bekannt.

In diesem Sinne bleiben Sie achtsam und drücken Sie die Daumen, dass dieses Mal alles anders wird!

Bis bald

Ihr
Ingo Weber

 

P.S.: Da ich am Donnerstag mit unseren Mandanten auf dem Floß auf der Isar unterwegs bin, war Redaktionsschluss für diesen Beitrag Mittwoch 16 Uhr. Mangelnde Aktualität hinsichtlich Griechenlands bitte ich zu entschuldigen.

P.P.S.: Für die Frage, ob es dieses Mal anders wird, ein spannendes Buch von Carmen M. Reinhart und Kenneth S. Rogoff: „This Time is Different: Eight Centuries of Financial Folly“.