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Kompetenz als Basis der Aufsichtsratsarbeit

ARadar -

Der vorliegende Artikel zeigt auf, dass die Fortbildung für den Aufsichtsrat unerlässlich und der Nachweis über durchgeführte Aus- und Fortbildungen nunmehr verpflichtend ist. Außerdem werden verschiedene Möglichkeiten der Wissensvermittlung genannt und gegeneinander abgewogen. Denn die Weiterentwicklung des Aufsichtsratsgremiums ist in der Regel an der spezifischen Situation des Gremiums auszurichten. 

Einführung

Jeder Aufsichtsrat ist für seine Qualifikation selbst verantwortlich. Die Pflicht des Aufsichtsrates zur Weiterbildung ergibt sich nicht aus gesellschaftsrechtlichen Vorgaben. Die Kompetenz und somit als Glied in dieser Kette auch die Weiterbildungspflicht, ergibt sich aus der allgemeinen Sorgfaltspflicht.

Aus Grundsatz 18 DCGK 2019 folgt, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahrnehmen. Eine neue in den DCGK aufgenommene Empfehlung sieht vor, dass die Gesellschaft die Mitglieder des Aufsichtsrats bei ihrer Amtseinführung sowie den Aus- und Fortbildungsmaßnahmen angemessen unterstützen soll und über durchgeführte Maßnahmen im Bericht des Aufsichtsrats berichtet (Empfehlung D.12 DCGK 2019).

Die Notwendigkeit der Aus- und Fortbildung

Fraglich ist zum einen, warum die Aus- und Fortbildung für Aufsichtsräte notwendig ist. Zu nennen ist dafür exemplarisch das BGH-Urteil vom 06.11.2012. Aus diesem folgt, dass die Überwachungspflicht des Aufsichtsrates unter anderem beinhaltet, dass er sich über erhebliche Risiken, die der Vorstand mit Geschäften eingeht, selbstständig informiert und ihr Ausmaß unabhängig vom Vorstand selbstständig abschätzt.

Zum anderen stellt sich die Frage, wie der Aufsichtsrat feststellen kann, wie und worin er sich weiterbilden sollte. Einerseits kann eine Effizienzprüfung aufzeigen, dass in einem Aufsichtsratsgremium ein Weiterbildungsbedarf besteht. Andererseits erkennen Mandatsträger in der Regel selbst ihre Wissenslücken und zeigen sich in der Konsequenz motiviert diese fachlichen Lücken aufzuarbeiten.

Möglichkeiten der Weiterbildung

Es stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten der Weiterbildung es gibt. Die Aufsichtsräte können sich einzeln oder in der Gruppe weiterbilden und coachen lassen. Zu unterscheiden ist weiter zwischen klassischen Präsenz-Schulungen und digitalen Seminaren. Letzteres wird häufig zum „Blended Learning“ kombiniert. Zum einen ist „Blended Learning“ für bestehende Mandatsträger zur Vertiefung von Themen und zum anderen für das Onboarding neuer Aufsichtsräte geeignet. „Blended Learning“ kombiniert die Präsenzschulung idealerweise mit videobasiertem „Digital Learning“. So können sich die Aufsichtsräte zum Beispiel Grundlagen zeitlich und örtlich flexibel selbständig aneignen.

Unser Service

Wir beraten Aufsichtsräte gern mit unserem Know-how im Bereich der Aus- und Fortbildung und den damit einhergehenden Aspekten wie zum Beispiel:

  • Weiterbildungskonzepte und -nachweise für Aufsichtsräte und -gremien
  • Bedarfserhebung und Durchführung der Schulungen
  • Individuell angepasste Umsetzung von der klassischen Präsenzschulung bis hin zum Blended Learning

Sollten Sie nähere Informationen wünschen oder weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Einen Überblick unserer aktuellen Veranstaltungen für Aufsichtsräte finden Sie hier.