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MaRisk-Implementierung

Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sind ein Bestandteil des bankaufsichtlichen Überprüfungsprozesses (SREP) und gehören damit zur zweiten Säule von Basel III. Mit ihnen wurden erstmalig in 2005 die besonderen organisatorischen Pflichten von Kreditinstituten nach § 25a Abs. 1 KWG zur Implementierung eines angemessenen und wirksamen Risikomanagements konkretisiert. Nach mehreren Aktualisierungen erfolgte im Oktober 2017 die Veröffentlichung der letzten MaRisk-Novelle, in der neuere Entwicklungen insbesondere aufgrund von internationalen Regulierungsinitiativen umgesetzt wurden.

Die MaRisk folgen einem modularen Aufbau. Nach der Formulierung von grundlegenden Anforderungen (allgemeiner Teil „AT“) kommen spezifische Vorgaben zu Organisation, Risikomanagementprozessen und zur Ausgestaltung der internen Revision (besonderer Teil „BT“). Von der MaRisk-Novelle 2017 sind insbesondere die folgenden Themenbereiche betroffen:

Nationale Umsetzung der Vorgaben des BCBS 239

Erhebliche Veränderungen ergeben sich durch die Implementierung der internationalen Regelungen des BCBS 239 in denen der Baseler Ausschuss die Grundsätze für die effektive Aggregation von Risikodaten und die Risikoberichterstattung formulierte. Diese schlagen sich in den MaRisk AT 4.3.4 „Datenmanagement, Datenqualität und Aggregation von Risikodaten“ nieder und sind von allen systemrelevanten, deutschen Instituten umzusetzen. Diese sind verpflichtet, bis Oktober 2020 die Vorgaben zur Datagovernance (Definition von Grundsätzen bezüglich Datenmanagement, Datenqualität und Risikodatenaggregation, vollständige Dokumentation von Prozessen und Datenflüssen) und Datenarchitektur und IT-Infrastruktur  (beispielsweise Festlegung von Rollen und Zuständigkeiten, angemessene Kontrollen während des gesamten Datenzyklus, hoher Automatisierungsgrad) umzusetzen. Darüber hinaus muss die Fähigkeit zur ordnungsgemäßen Risikodatensammlung unter Beachtung der Grundsätze der Genauigkeit, Vollständigkeit, Integrität, Aktualität und Flexibilität gewährleistet sein. Das MaRisk-Modul BT 3 „Anforderungen an die Risikoberichterstattung“, in dem die inhaltlichen und prozessualen Anforderungen an die Risikoberichterstattung formuliert wurden, ist von allen Kreditinstituten bereits bis Oktober 2018 umzusetzen.

Unterstützung der FAS AG im Rahmen der MaRisk-Implementierung

Bei der Umsetzung der MaRisk ist der Grundsatz der doppelten Proportionalität zu beachten, der besagt, dass sich sowohl die individuelle Ausgestaltung als auch die aufsichtsrechtliche Umsetzungsprüfung an der Größe und dem Risikoprofil eines Kreditinstitutes zu orientieren haben. Basierend auf dieser Maßgabe unterstützt die FAS AG bei der Einführung und Optimierung der einzelnen MaRisk-Module und erarbeitet angemessene Lösungspakete in Abhängigkeit von der Institutsgröße und Komplexität. Je nach Anforderung reicht das Leistungsspektrum von der umfassenden GAP-Analyse bis zur individuellen Umsetzung von Teilmodulen. Insbesondere im Bereich der Risikotragfähigkeitsberechnung, der Steuerung von Liquiditätsrisiken oder im Rahmen der Implementierung neuer Tools zur Risikoberichterstattung verfügt die FAS AG über ausgeprägtes Methodenwissen und setzt dieses unter Berücksichtigung der jeweiligen institutsspezifischen Rahmenbedingungen um.

Bei Interesse und für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner
 Andreas Huthmann Managing Partner