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Operational Risk Management

Operationelle Risiken werden gemäß CRR  als „Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden, einschließlich Rechtsrisiken“ definiert. Das heißt, dass die Entstehung operationeller Risiken auf diese Faktoren beziehungsweise auf das mangelhafte Zusammenspiel dieser zurückzuführen ist.

Ursachen operationeller Risiken

Systeme

Hinsichtlich der Systeme entstehen operative Risiken häufig im Zusammenhang mit Datenverarbeitungssystemen, Kommunikationssystemen sowie der allgemeinen Infrastruktur eines Unternehmens.

Mitarbeiter

Operationelle Risiken verursacht durch den Faktor „Mitarbeiter“ entstehen in der Regel durch inadäquate qualitativer oder quantitativer Mitarbeiterausstattung, kriminellen Handlungen und individuelle Fehler der Mitarbeiter. 

Prozesse

Operationelle Risiken im Zusammenhang mit Prozessen resultieren häufig durch ungeeignete Methoden und Modelle sowie mangelhafte interne Kommunikation und Aufbau-/Ablauforganisation. 

Externe Einflüsse

Unter dem Gesichtspunkt externer Einflüsse entstehen operationelle Risiken im Wesentlichen durch politische Entscheidungen beziehungsweise geänderte Rahmenbedingungen, (Natur-) Katastrophen, Vertragspartner sowie externe Kriminalität.

Systematisierung operationeller Risiken

Die FAS unterstützt Sie und Ihr Unternehmen in einem ersten Schritt in der Systematisierung operationeller Risiken das heißt der Definition und Abgrenzung von Risikoursache, Risikoereignis sowie Risikoeffekt.

In einem weiteren Schritt erfolgt die Konzeption in Implementierung eines operationellen Risikomanagements das im Wesentlichen die folgenden Komponenten beinhaltet:

  • Risikoidentifizierung und Bewertung: Im Fokus steht hier die Auswahl geeigneter Mittel für die Identifizierung von operationellen Risiken, wie zum Beispiel audit findings, interne/externe Verlustdatenbanken, risk assessment, Risiko und Performance Indikatoren etc. Wichtig ist, in diesem Zusammenhang, eine sinnvolle Kombination aus vergangenheits-, gegenwarts- und zukunftsorientierten Größen und eine Auswahl unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten.
  • Risikobewältigung: Im Sinne der Risikobewältigung wird grundsätzlich zwischen den folgenden Bewältigungsstrategien unterschieden:
    • Risikoakzeptanz
    • Risikominimierung
    • Risikovermeidung
    • Risikotransfer

In diesem Zusammenhang gilt es, die identifizierten operationellen Risiken hinsichtlich ihrer erwarteten Verlusthöhe zu ordnen und im Anschluss auf Basis von Verlustschwellen die zugehörigen Risikobewältigungsstrategien festzulegen.

  • Risikoüberwachung und Reporting: Ziel der Risikoüberwachung ist es, ein System zu implementieren, das den Grad der operationellen Risiken zeitnah messen und entsprechend steuern kann. Neben der laufenden internen Risikoüberwachung ist die prozessunabhängige, externe Überwachung durch Prüfer, Aufsicht und interne Revision zu unterscheiden. Sowohl für interne als auch externe Risikoüberwachung ist ein aussagekräftiges Reporting unabdingbar, das adressatengerecht über den Zustand der operationellen Risiken informiert.
  • Stresstests: Neben der Erfüllung regulatorischer Anforderungen dienen Stresstests in erster Linie dazu, die Güte des etablierten Managementsystems für die Steuerung operationeller Risiken zu messen und Schwachstellen zu identifizieren.  Das Ziel ist eine sinnvolle Kombination aus Status quo sowie zukunftsorientierten Stresstests bzw. Stresstestszenarien zu implementieren.
  • Quantifizierung: Im Rahmen der Implementierung eines Managements operationeller Risiken ist das Ziel der Quantifizierung, ein Set an aussagekräftigen Kenngrößen zu definieren und die Höhe der Ausprägung dieser regelmäßig zu messen. Hierunter fallen Größen wie
    • Value at Risk
    • Conditional Value at Risk
    • Verlustverteilungsansatz
    • Indikatoransatz
    • Szenarionalyse

Die Implementierung und Messung dieser Größen erfordert häufig tiefgreifende Kenntnis in statistischen Methoden.

Bei Interesse und für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner
 Andreas Huthmann Managing Partner