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TRG-Memo Nr. 13 – Einbringlichkeit

Hintergrund

Wenn eine Vereinbarung als nicht einbringlich eingestuft wird, kann diese nicht als Vertrag im Sinne des Standards gelten und eine erhaltene, nicht erstattungsfähige Gegenleistung kann nur dann als Umsatz erfasst werden (IFRS 15.15), wenn

  • das Unternehmen seine Leistungsverpflichtung erfüllt hat und im Wesentlichen die gesamte Gegenleistung erhalten hat oder
  • der Vertrag beendet wurde.

Im Bezug auf die Beurteilung der Einbringlichkeit kam die Frage auf, wie diese für ein Vertragsportfolio zu beurteilen sei. Zudem wurde die Frage aufgeworfen, wann ein Unternehmen die Einbringlichkeit neu beurteilen würde.

 

TRG-Diskussion

Die Mitglieder waren sich weitgehend einig, dass es angemessen ist den aus dem Vertrag erzielten Umsatz trotzdem vollständig zu erfassen, wenn bei einzelnen Kunden innerhalb des Vertragsportfolios die Einbringlichkeit statistisch nicht bejaht werden kann. Der betreffende Vermögenswert oder die Forderung aus dem Vertrag wird dann separat einer Wertminderungsprüfung unterzogen und diese als Aufwand erfasst.  Gemäß IFRS 15 müssen Unternehmen zu Vertragsbeginn und immer dann, wenn sich wesentliche Fakten oder Umstände ändern, die Einbringlichkeit beurteilen. Ob Änderungen von Fakten und Umständen eine erneute Beurteilung notwendig machen, erfordert laut den TRG-Mitgliedern Ermessensentscheidungen. Ermessensentscheidungen seien ebenso erforderlich um zu beurteilen um zu bestimmen ob die Änderungen so wesentlich sind, dass ein Vertrag gemäß IFRS 15 nicht mehr besteht.
 

IASB Entscheid: Keine Anpassung, da Anwendung klar.

Ansprechpartner
 Dr. Christian Herold Partner