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TRG-Memo Nr. 7 – Saldierung von Leistungsverpflichtungen im Bilanzausweis

Hintergrund

Folgende Fragen haben sich beim Ausweis von Vermögenswerten („contract assets“) und Verbindlichkeiten („contract liabilities“) ergeben:

1.Was ist die geeignete Rechnungseinheit, Vertragsebene oder die einzelnen Leistungsverpflichtungen?
2.Soll für individuelle Verträge, die sowohl Vermögenswerte als auch Verbindlichkeiten beinhalten, ein Brutto- oder Nettoausweis erfolgen?
3.Soll für zusammengefasste Kundenverträge ein separater oder ein kombinierter Ausweis erfolgen?
4.Kann ein Unternehmen andere Vermögenswerte und Schulden mit den Vermögenswerten und Schulden des Vertrags saldieren?

 

TRG-Diskussion

Zu 1.Nach Ansicht der TRG ist der Vertrag und nicht die separaten Leistungsverpflichtungen die geeignete Rechnungseinheit, um Vermögenswerte und Schulden darzustellen.
Zu 2.Für Vermögenswerte und Schulden soll für jeden Vertrag auf Nettoausweis erfolgen.
Zu 3.Für Verträge, bei denen die Kriterien zur Zusammenfassung der Verträge zutreffen, soll ein Vermögenswert bzw. eine Verbindlichkeit für den kombinierten Vertrag ausgewiesen werden.
Zu 4.Nach Ansicht der TRG sollten die bestehenden Richtlinien zur Saldierung von Vermögenswerten und Schulden beachtet werden.

 

IASB Entscheid: Keine Anpassung, da Anwendung klar.

Ansprechpartner
 Dr. Christian Herold Partner