Kontakt

TRG-Memo Nr. 9 – Unterscheidbarkeit („distinct“) im Vertragskontext

Hintergrund

Unklarheit über die Bewertung, ob ein Gut/eine Dienstleistung im Vertragskontext unterscheidbar ist; unterschiedliche Ansichten, ob das Vorliegen folgender Punkte die Bewertung beeinflusst:

1.Kundenspezifisches Design
2.Komplexes Design
3.Lernkurve eines Unternehmens bei Gütern/Dienstleistungen
4.Motivation des Kunden, Güter und Dienstleistungen zu erwerben
5.Vertragliche Restriktionen hindern einen Dritten, zugehörige Dienstleistungen zu den Gütern des Vertrags durchzuführen (z.B. Installationen)
6.Ein Gut/eine Dienstleistung ist nicht funktionsfähig ohne ein anderes Gut/eine andere Dienstleistung des Vertrags

 

TRG-Diskussion

Zu 1./2./3.Das Vorliegen der Faktoren ist nicht individuell maßgeblich für die Beurteilung des Vorliegens einer separaten Leistungsverpflichtung; Die Faktoren sollten vielmehr kollektiv als individuell betrachtet werden
Zu 4./6.Unternehmen sollten bei der Bewertung miteinbeziehen, ob die Güter/Dienstleistungen ihren Nutzen beim Kunden alleine oder als kombinierten Output erbringen
Zu 5.Notwendigkeit der Nachbesserung seitens des Board, wann ein Gut/eine Dienstleistung in Wechselbeziehung zu anderen Gütern/Dienstleistungen steht und von diesen abhängig ist

 

IASB-Entscheid

April 2016: Die Zielsetzung der Beurteilung einer Zusage in Bezug auf die Übertragung von Waren/Dienstleistungen besteht darin, zu bestimmen, ob die Zusage im Vertragskontext darin besteht, diese Güter und Dienstleistungen einzeln zu übertragen, oder ob es sich um die Übertragung eines zusammengesetzten Postens handelt, bei dem die zugesagten Güter/Dienstleistungen nur Inputkomponenten sind.

Ansprechpartner
 Dr. Christian Herold Partner